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Entwarnung für Männer, vor allem wenn sie sich vorwiegend vegetarisch oder vegan ernähren:

Sie können ohne Gefahr für Ihre „Männlichkeit“ Sojaprodukten essen!

Nicht wenige Männer möchten – aus Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit und auf die Umwelt – Fleischprodukten ganz oder teilweise durch sojabasierte Mahlzeiten ersetzen. Aber sie halten sich noch zurück, aus Angst für hormonellen Störungen, weil Soja oder abgeleiteten Produkten hartnäckigen der schlechte Ruf anhaftet, durch ihren hohen Gehalt an Isoflavonen (sog. Phytoöstrogene) im männlichen Körper wie weiblichen Hormone zu agieren und dadurch die Testosteronproduktion zu blockieren.
Diese Männer können jetzt beruhigt ihre Ernährung anpassen: es wurde berechnet, dass selbst in Asiatischen Länder maximal 60 mg Isoflavone pro Person und pro Tag konsumieren. Selbst diese hohen Werte, die auch reine Vegetarier oder Veganer in unsere westeuropäischen Länder erreichen können, bleiben weit unter der im männlichen Körper hormonwirksamen Schwellenwerte. Übrigens, im Durschnitt konsumieren Männer in West-Europa aktuell selten mehr als 2 mg Sojaprodukten pro Person pro Tag.

Und Sie müssen gar nicht komplett auf Fleisch verzichten um sowohl für sich selbst als für die Umwelt etwas Gutes zu tun: eine Reduktion auf 300 Gramm Fleischprodukten pro Woche reicht schon aus!

Quellen: BzgA

https://www.maennergesundheitsportal.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/soja-und-die-maennlichkeit/
https://www.maennergesundheitsportal.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/umwelt-wurst-und-fleisch/

Aktive Überwachung als sichere Therapieoption bei Prostatakrebs

Männer mit einem Niedrigrisiko-Prostatakarzinom eignen sich für eine aktive Überwachung und müssen nicht unmittelbar operiert oder bestrahlt werden.

Mit welcher langfristigen onkologischen Prognose diese Strategie einhergeht, das heißt, wie häufig Metastasen und tumorbedingte Todesfälle auftreten untersuchte nun ein Team US amerikanischer und italienischer Forscherinnen und Forscher.

Sie werten die Daten von 1450 Patienten aus, die zwischen 1990 und 2018 an der University of California in San Francisco aufgrund eines Prostatakarzinoms mit niedrigem oder intermediärem Risiko mittels aktiver Überwachung betreut worden waren.

Die Rate der nach 7 Jahren metastasenfrei überlebenden Männer betrug 99 %. Das 7-Jahres-Gesamtüberleben betrug 97% und das 7-Jahres Prostatakarzinom-spezifische Überleben > 99 %.

Eine gute Patientenauswahl vorausgesetzt geht die aktive Überwachung beim Prostatakarzinom insgesamt mit einer günstigen Langzeitprognose einher. Metastasen und tumorbedingte Todesfälle sind selten.

The Long-Term Risks of Metastases in Men on Active Surveillance for Early Stage Prostate Cancer.
Maggi M et al., J Urol 2020; 204: 1222–1228. doi:10.1097/JU.0000000000001313

Diese Studie wurde von Dr. Herden in der urologischen Fachzeitschrift „Aktuelle Urologie“ kommentiert.
Lesen Sie hier den Studienkommentar

Besteht ein Zusammenhang zwischen einer Vasektomie und Prostatakrebs?

In einer Übersichtsarbeit haben Forscher aus Kanada und den USA einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Vasektomie und der Entstehung von Prostatakrebs genauer untersucht. Hierzu wurden die Daten von insgesamt 53 Studien mit über 15.000.000 Patienten ausgewertet.
Aus den Untersuchungsergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass es keinen nachweislichen Zusammenhang zwischen einer Vasektomie und der Aggressivität des Prostatakrebses gibt. Je größer und genauer die ausgewerteten Studien waren, umso deutlicher wurde, dass eine Vasektomie ebenfalls nicht mit einem nennenswert erhöhten Risiko für Prostatakrebs verbunden war. Männer sollten demzufolge eine Vasektomie zur dauerhaften Empfängnisverhütung nicht ausschließen, weil sie Prostatakrebs befürchten.

The Association Between Vasectomy and Prostate Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis.
Bhindi B et al., JAMA Intern Med. 2017 Sep 1;177(9):1273-1286. doi: 10.1001/jamainternmed.2017.2791.